Für die nichtchirurgische Revisionstherapie bereits resezierter (wurzelspitzenoperierter) Zähne gelten die gleichen Grundsätze wie für Revisionsbehandlungen generell. Ziel ist es die Ursache (meist Mikroorganismen in den Kanalsystemen) zu beseitigen um den umgebenden Strukturen die Voraussetzung zur Regeneration zu geben.

Diese orthograde nichtchirurgische Therapie setzt die Durchführung einer direkten Apexifikation (künstlicher Verschluss an der Wurzelspitze voraus).

Indikationen sind insbesondere:
1. Nicht erkannte Kanalsysteme (bedenken Sie: obere erste große Backenzähne haben in 95% aller Fälle 4 Kanalsysteme!)

2. Unzureichend aufbereitete Kanalsysteme mit dadurch verbliebenen Keimen (bedenken Sie: Was in der Natur ist gerade wie die konfektionierten Titan- oder Kohlefaserstifte? Können in gekrümmten Kanalsystemen Keime verblieben sein? Mit einer rein mechanischen Aufbereitung erreichen wir eine Entkeimung von nur ca. 50%. Mit geeigneten Maßnahmen können wir dies auf 97% steigern).

3. Durch Kontakt zum Mundmilieu reinfizierte Wurzelkanalfüllungen (auch Titan- oder Kohlefaserstifte).



 
Hier sehen Sie den Zustand nach Entfernung eines Titan Wurzelstiftes mit der weit offenen Wurzelspitze.

Das platzierte MTA für die direkte Apexifikation.

Die abschließende Röntgenkontrolle. Der Zahn wurde adhäsiv mittels Composite und Glasfaserstift aufgebaut und abschließend neu überkront. Der narbige Zustand an der Wurzelspitze wird binnen 2 Jahre regelmäßig röntgenologisch überwacht.